Bürgermeister Dag Wehner dankt Schülerlotsen der Winfriedschule für Dienst an schwieriger Kreuzung

08.02.2018 17:26

Von: Monika Kowoll-Ferger

Sie haben drei Monate lang jeden Morgen ab 7:15 Uhr als Schülerlotsen vor der Winfriedschule Dienst getan und dafür gesorgt, dass ihre Schulkameraden sicher über die Straße kommen. Dafür erhielten jetzt 14 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen acht und neun der Winfriedschule eine ausdrückliche Anerkennung der Stadt Fulda, vertreten durch Bürgermeister Dag Wehner.

Anlass für ihren beispielhaften Einsatz war die die Abschaltung der Ampelanlage an der Leipziger Straße/Paulustor während der Bauarbeiten in der Niesiger Straße. Arthur Herget, verantwortlicher Lehrer für Verkehrserziehung, hatte bemerkt, dass diese Situation für die Schüler der Winfriedschule, gerade auch für die Jüngeren, durchaus schwierig war und hatte sich an Pascal Born von der Verkehrsbehörde der Stadt Fulda gewandt. Dieser stellte den Kontakt zu Gerhard Brink von der Deutschen Verkehrswacht her, der die Jugendlichen mit einer Kurzschulung auf ihre Aufgabe vorbereitete. Immerhin steht das Amt des Schülerlotsen als „höherwertiges Amt“ im Grundgesetz und damit gehen einige gesetzliche Bestimmungen einher. Auch Versicherungsfragen waren zu erläutern, und nicht zuletzt musste die Praxis geübt werden. „Ganz wichtig ist ein klares und bestimmtes Auftreten, eine eindeutige Zeichensprache und der Blickkontakt mit den Autofahrern“, erläutert Brink. „Erst wenn der Schülerlotse sicher weiß, dass der Autofahrer ihn wahrgenommen hat und anhalten wird, hält er die Kelle heraus und tritt auf die Straße, damit die Schüler dann in seinem Rücken sicher queren können.“ Den Verkehr regeln dürfen die Schülerlotsen übrigens nicht, sondern nur sichern, quasi als „lebender Schutzzaun“ zwischen Auto und Schüler.

Zwischen Ende September und dem Beginn der Weihnachtsferien 2017 hatten jeden Morgen vier Lotsen Dienst, ausgestattet mit neongelben Westen, Käppi und Kelle als Zeichen ihrer Autorität. Die Akzeptanz bei Fußgängern und Autofahrern sei übrigens gut gewesen, Probleme hätten sie bei ihrem Dienst nicht gehabt, berichten zwei der Mädchen.

„Euer Engagement ist nicht selbstverständlich und deshalb umso wertvoller. Es beweist mal wieder, dass die Behauptung junge Menschen würden sich nicht für andere engagieren, tatsächlich nur ein Vorurteil ist. Wir als Stadt bedanken herzlich für Eure Engagement“, sagte Wehner. Und er kam auch nicht mit leeren Händen: Ein Dankesschreiben der Stadt sowie einen Kinogutschein bekamen die Mädchen und Jungen, dazu noch eine Urkunde der Deutschen Verkehrswacht.



Nach oben