WhatsApp hat in den Händen von Fünftklässlern nichts verloren

03.11.2017 23:05

Von: Daniel Schäfer

Elternabend in den Jahrgangsstufen 5 und 6 zum Jugendmedienschutz an der Winfriedschule

Die Vermittlung von Medienkompetenz im Zeitalter der Neuen Medien und des Mitmach-Internets (Web 2.0) ist eine wichtige und zugleich obligatorische Aufgabe für Schulen in Hessen. Schülerinnen und Schüler nutzen das Internet, soziale Netzwerke und Instant Messenger heute nicht mehr nur am heimischen Computer, sondern auch und vor allem über das Smartphone zur Kommunikation und zum Bildertausch in ihrer Freizeit. Aufgaben der Schule sind es in diesem Zusammenhang, die Kinder und Jugendlichen über angemessenes Mediennutzungsverhalten zu informieren und für jugendgefährdende oder verbotene Inhalte zu sensibilisieren.

Um aber auch die Eltern über die damit verbundenen Gefahren für ihre Kinder aufzuklären, lud der Datenschutz- und Jugendmedienschutzbeauftragte der Winfriedschule, Daniel Schäfer, die Eltern der Jahrgangsstufen 5 und 6 kürzlich zu einem Elternabend ein, auf dem Herr Polizeihauptkommissar Marco Hohmann vom Polizeipräsidium Osthessen vor 120 interessierten Eltern über Gefahren im Internet und nicht-altersgerechte Inhalte referierte (z. B. Pornographie, Extremismus, Cybermobbing, Sexting). Damit soll ein Beitrag im Rahmen des Jugendmedienschutzes geleitet werden, denn Eltern ermöglichen ihren Kindern zwar den Zugang zu den Neuen Medien, sind sich aber nicht immer über das Medienverhalten ihrer Kinder bewusst.

WhatsApp sei zum Beispiel eine gute Möglichkeit für ältere Schülerinnen und Schüler, um ihren Schulalltag zu organisieren, gerade jüngere Schülerinnen und Schüler jedoch könnten oft die mit der Nutzung verbundenen Risiken nicht einschätzen. So komme es gerade in den Jahrgangsstufen 5 und 6 deutschlandweit immer mehr zu Cybermobbing-Fällen, v. a. in sogenannten Klassengruppen. Auch das unreflektierte Senden (intimer) Fotos und die Preisgabe personenbezogener Daten müssten in diesem Zusammenhang thematisiert werden.

Am Ende der gut zweistündigen und gewinnbringenden Veranstaltung hatten die anwesenden Eltern noch die Möglichkeit, Fragen im Plenum oder persönlichen Gespräch an Herrn Hohmann oder Herrn Schäfer zu richten.



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