Der Mensch kann nur Mensch werden durch die Erziehung.
Er ist nichts, als was die Erziehung aus ihm macht.
(Immanuel Kant)
Die "Allgemeine Hochschulreife" ist vorrangiges Ziel des gymnasialen Bildungswegs. Die Winfriedschule vermittelt in acht Jahren eine fundierte Allgemeinbildung, die nicht nur eine unverzichtbare Voraussetzung für ein Studium und die Bewährung im Erwerbsleben darstellt, sondern auch die Grundlage für die persönliche Entwicklung und die Teilnahme am kulturellen Leben bildet. Neben dem Erwerb von Kenntnissen und Fähigkeiten entwickeln die Schülerinnen und Schüler Persönlichkeitsmerkmale, die auf den christlichen und humanistischen Traditionen beruhen.
Bildungsangebote der Winfriedschule
Das Bildungsangebot im sprachlich-literarischen Bereich umfasst die Fächer Deutsch, Englisch, Französisch, Latein, Russisch, Spanisch, Italienisch und Chinesisch. Zur Förderung des Fremdsprachenerwerbs und des interkulturellen Lernens bestehen Austauschprogramme mit den USA, Frankreich, Russland und Polen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit zur Teilnahme am Bundeswettbewerb Fremdsprachen und zum Erwerb von Sprachdiplomen in Englisch (Cambridge Certificate) und Französisch (DELF).
Die Fächer Kunst, Musik und Darstellendes Spiel ermöglichen eine umfassende musisch-künstlerische Förderung unserer Schülerinnen und Schüler. Mit der Big Band, der Musical-AG, dem Streichorchester, dem Unterstufenchor, dem großen Chor und der Bläserklasse bieten wir außerdem ein umfangreiches außerunterrichtliches Angebot zur musisch-ästhetischen Erziehung.
Zum gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld gehören die Fächer Geschichte, Politik und Wirtschaft, Erdkunde, katholische und evangelische Religion sowie Ethik. Im Rahmen dieser Fächer werden Kompetenzen vermittelt, die zur Teilnahme am sozialen Leben befähigen:
- Bewusstsein von der Geschichtlichkeit der eigenen und der gesellschaftlichen Existenz (z. B. durch das Projekt "20 Jahre Mauerfall" im Jahr 2009)
- Politische Urteils- und Handlungsfähigkeit (z. B. durch Expertenbefragungen, Podiumsdiskussionen)
- Ökonomische und ökologische Sachkompetenz (z. B. durch regelmäßige Teilnahme am Europawettbewerb, am Planspiel Börse, am Wettbewerb der IHK Fulda, durch Betriebspraktika in der Jahrgangsstufe 11)
- Wertevermittlung (z. B. durch religiöse Besinnungstage in der Jahrgangsstufe 12, durch Organisation und Gestaltung ökumenischer Gottesdienste)
Mathematisch-naturwissenschaftlich-informationstechnische Bildung: Das Leben in der modernen Industrie- und Informationsgesellschaft mit ihren ökologischen und ökonomischen Herausforderungen erfordert ein hohes Maß an Bildung in diesem Bereich. Wir fördern bei den Schülerinnen und Schülern
- ihr Wissen, um Zusammenhänge in Natur und Technik verstehen zu können,
- ihre Fähigkeiten, um die erworbenen Kenntnisse in Zukunft vertiefen und anwenden zu können,
- die Grundlagen, um ihre eigene und die Zukunft der Gesellschaft aktiv und kreativ mitgestalten zu können.
Dies erreichen wir neben dem regulären Unterricht durch ein kontinuierliches Angebot erweiternder und vertiefender Kurse aus diesem Bereich von Jahrgangsstufe 6 bis zum Abitur.
Die Winfriedschule versteht sich als "gesundheitsfördernde Schule", die der Gesundheit eine zentrale Bedeutung im Alltag einräumt. Sie hat einen Schulentwicklungsprozess mit dem Ziel eingeleitet, ein gesundheitsförderndes Klima zu schaffen. Die Förderung der Gesundheit der Schülerinnen und Schüler, der Lehrerinnen und Lehrer sowie des nicht unterrichtenden Personals am Arbeits- und Lernplatz Schule ist eine wesentliche Zielsetzung.
Im Rahmen dieses Prozesses wurden die vorhandenen Schulangebote zur Förderung der Bewegung – besonders der jungen Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Projekts "Bewegte Fünf und Sechs" – durch ein staatliches Zertifizierungsverfahren geprüft und durch die Erteilung des Teilzertifikats "Bewegung" im Jahr 2007 gewürdigt.
Im Rahmen einer alle Gruppen der Schulgemeinde umfassenden Mitbestimmung arbeitet ein "runder Tisch" mit engagierter Beteiligung der Schülerinnen und Schüler gegenwärtig besonders an der Erfassung wesentlicher Aspekte zum Themenbereich "Ernährung" mit dem mittelfristigen Ziel, auch in diesem Segment die Anerkennung als gesundheitsförderliche Schule zu erhalten.
In den letzten Jahren sind zahlreiche junge Lehrkräfte in unser Kollegium eingetreten. Dies setzte eine Entwicklung in Gang, bei der Bewährtes um neue pädagogische Aspekte ergänzt wurde. Die damit angestoßenen pädagogischen Diskussionen haben nicht nur den Teamgeist im Kollegium, sondern auch das offene, schülerfreundliche Lernklima an der Schule gefördert.
Seinen Niederschlag fand dies unter anderem in einem neuen methodischen Konzept zur Erleichterung des Übergangs von der Grundschule in das achtjährige Gymnasium, bei dessen Erarbeitung auch die Elternschaft aktiv beteiligt war.