25 Jahre Schultheater-Tage in Fulda – und die Winfriedschule mittendrin

Mit einem feierlichen Festakt im Marmorsaal des Stadtschlosses wurden am 28.01.2013 die 25. Fuldaer Schultheatertage eröffnet. Drei Tage lang beschäftigten sich Schülergruppen aus verschiedensten Schulen des Fuldaer Landkreises unter der Leitung von dazu eigens eingeladenen Theaterpädagogen und professionellen Schauspielern mit dem Thema Klassiker der Weltliteratur – Wunderwelten in meinem Kopf.

Auch Schülerinnen und Schüler Winfriedschule waren mit dabei: Das Plakat zur Veranstaltung entwarf Anton Faust, ein Schüler des Leistungskurses Kunst der Jahrgangsstufe 13 entworfen(Leitung: Raimund Roth).

Der von Frau Happel geleitete Kurs Darstellendes Spiel der Jahrgangsstufe 10 erarbeitete in Zusammenarbeit mit dem Leipziger Theaterschauspieler Guido Lamprecht ein Stück auf der Grundlage von Kleists Penthesilea.

Bereits schon im Rahmenprogramm des Festaktes traten Schülerinnen und Schüler der Winfriedschule auf.  Denise Stüß und Jan-Philip Paar aus der MuKu-Klasse der Jahrgangsstufe 6 befragten die Anwesenden auf sehr originelle Weise zu ihren Assoziationen und Erfahrungen im Bereich Theater.

Der Grundkurs Darstellendes Spiel der Jahrgangsstufe 13 sorgte für das kulturelle Glanzlicht der Veranstaltung. Der Kurs setzt sich im Rahmen des Unterrichts mit Shakespeares Romeo und Julia auseinander. Die Gruppe zeigte einige Szenen aus ihrem gegenwärtigen Projekt und überzeugte mit einer sehr selbstständigen und gegenwartsbezogenen Interpretation des Themas. Das Publikum zeigte sich vor allem von der Präsenz und Spielfreude der jungen Darsteller und Darstellerinnen sowie der Ausdrucksstärke der Darbietung beeindruckt.

Am Mittwoch, den 30.01.2013 versammelten sich alle beteiligten Gruppen zur Abschlussgala in der Aula der Winfriedschule. Es gab sehr viele eindrucksvolle Interpretationen von Klassikern der Weltliteratur zu bewundern. Der Kurs der Jahrgangsstufe 10 brillierte dabei mit einer sehr kraftvollen und dichten Inszenierung. Für die vorgegebene Länge des Stücks von 7 Minuten musste Kleists Text auf seine Grundaussagen reduziert werden. Im Mittelpunkt stand offensichtlich die Sinnlosigkeit und Brutalität der Auseinandersetzung zwischen Griechen und Amazonen sowie die tragischen Folgen für Penthesilea und Achill. Die Darsteller und Darstellerinnen verwandelten sich dazu eindrucksvoll in raufende Affen, Hunde, kämpfende Krieger und Amazonen. Stöcke wurden zu Schwertern und Bogen.

Hier einige Eindrücke der Beteiligten unserer Schule:

Man konnte viel aus den drei Tagen mitnehmen und wir alle profitierten von der Zusammenarbeit mit einem Profi. Die Zeit hat uns allen viel Spaß gemacht.

In diesen drei Tagen wurden wir auf spielerische Weise, mit Witz und einfallsreichen Ideen zum Entwickeln einer Aufführung gebracht. Auch wenn es „nur“ Spiel war, war man nach der Zeit ausgelaugter als nach einem (normalen) Schultag, da man sich so sehr konzentriert hat.

Die drei Theatertage waren besonders schön, weil wir nicht einfach Penthesilea eingeübt und geprobt haben, sondern uns mit vielen Spielen dem Stück annähern konnten. Auch, dass wir verschiedene Techniken benutzt haben, fand ich gut.

Wir sind uns als Gruppe näher gekommen. Es waren drei tolle Tage die uns noch mehr Spaß an DS gezeigt haben. Wir haben viel gelernt, wobei ich das kaum bemerkt habe. Jedoch im Rückblick sieht man unsere Leistung. Die Tierimpro war mir etwas peinlich.

Ich finde es sehr gut dass wir die Möglichkeit hatten mit einem professionellen Schauspieler zusammenzuarbeiten. Seine Ideen haben mir persönlich sehr gut gefallen. Die Präsentation wurde sehr gut umgesetzt und ist uns gut gelungen.

Meiner Meinung nach sollte man das öfter machen. Das Beste war, dass die Gruppengemeinschaft gestärkt wurde, auch durch die Spiele als Affen (Tierimpro).

Ich fand die Theatertage sehr interessant, weil es viel Abwechslung gab und man neben Spaß auch neue Erfahrungen mitgenommen hat. Herr Lamprecht half uns, so dass sich jeder in seiner Rolle wohl fühlte und  man nicht zu nervös war.

3 Tage lang, 3 Vormittage am Stück mit einem Schauspielprofi zusammenarbeiten zu können: Was für eine einzigartige, unvergessliche Erfahrung des Kurses Darstellendes Spiel der Jahrgangsstufe 10 der Winfriedschule. Heinrich von Kleists Penthesilea wurde auf wesentliche Kernaussagen reduziert und mithilfe unterschiedlicher Darstellungsformen, von Tierimprovisation, über rhythmischen Stockkampf bis hin zur sprachlichen Umgestaltung in eine heute leichter zugängliche Sprache, in der Abschlussgala in der Aula der Winfriedschule präsentiert. Zurück bleiben, Erinnerungen an eine vielfältige und intensive Probenarbeit, neu erlernte Fertigkeiten und die Lust auf mehr.



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